BAUGRUPPE STADTFINKEN

StadtFinken
Hamburg Uhlenhorst

In Zusammenarbeit mit:
MoRe Architekten, Hamburg
Sudio Witt BDA, Hamburg
Jünemann + Dr. Marxen-Drewes, Melsdorf
DUDDA Energiesysteme, Schwaan

Bieterverfahren – 1. Preis

LPH 1 – 9

BGF Gesamt: 10.700 qm

März 2014 – Dezember 2018

Preise:
1. Preis Bundespreis Umwelt & Bauen
1. Preis KFW Award Bauen 2020
2. Preis WohnbauPreis Hamburg 2020

Wenige Schritte vom Eilbekkanal entfernt entstand im Baugebiet Finkenau ein gemeinschaftliches Bau- und Wohnprojekt (Baugruppenprojekt) in einer Zeile von 22 modernen Stadthäusern mit 42 Wohnungen, einem Gemeinschaftsraum, zwei gemeinschaftlichen Tiefgaragen, Kellerabstellräume, Fahrradabstellflächen für Erwachsene und Kinder und sowie rückwärtigen Gärten mit einem 9 m tiefen Privatgartenanteil und großem Gemeinschaftsgarten.

Die Stadthäuser sind 5 m, 6,5 m und 8 m breit. Die 5m breiten Häuser sind als Einfamilienhaus konzipiert, während die breiteren Typen in zwei übereinanderliegende Maisonettewohnungen unterteilt sind und sich einen Hauseingang teilen. Das Projekt zeichnet sich durch vielfältige Architektur, einem hohen ökologischen Standard (es wurden zum größten Teil Dämmstoffe verwendet die das Siegel Blauer Engel oder nature plus tragen) und die Idee gemeinschaftlichen Wohnens aus. Es richtet sich an Menschen jeden Alters, insbesondere an Familien, die sich an der Planung ihres Stadthauses oder ihrer individuellen Eigentumswohnung frühzeitig beteiligen und am Aufbau einer gelebten Nachbarschaft aktiv mitwirken wollen.

Die Gebäude werden als Plusenergiegebäude ausgeführt. Mittels Erdwärme, Abwasserwärmerückgewinnung und Stromerzeugung (BHKW & Photovoltaik) entsteht eine insgesamt positive Energiebilanz. Unter anderen werden über die Photovoltaikanlage gemeinschaftliche E-Bikes aufgeladen.

Das städtische Reihenhaus – Ordnung vs. Unordnung – Das städtische Reihenhaus als Bauaufgabe mit seiner additiven Reihung von Häusern an sich, bewegt sich seit jeher im Spannungsfeld zwischen den Polen der absoluten „Ordnung“ und der „Un-Ordnung“ bzw. zwischen der Monotonie der sich immer wiederholender (additiv), identischer Fassaden und der Pluralität der rein individuellen „rücksichtslos“ auf sich selbstbezogenen Fassadengestaltung. In diesem Spannungsfeld gilt es bewusst städtebauliche Vorgaben zu entwickeln, mit dem Ziel ein harmonisches Ganzes, aber dennoch ein abwechslungs- und spannungsreiches „Stadtbild“ zu erzeugen. Die drei Architekturbüros haben dies als Variation der vorgegebenen Klinkerfassaden vorgeschlagen: -MUDLAFF & OTTO Architekten als Klinker in Kombination mit Naturstein und Putz, -Studio WITT durch Klinker mit hell abgesetzten Sichtbetonelementen und Holzpaneelen, -MoRe Architekten in einer Abwechslung aus rotem Klinker, gold beschichteten Metallfaschen und Eichenholz-Türen.

Die Reihenhäuser werden über die privaten Vorgärten, einen kleinen „offenen“ Raum, der zwischen dem einzelnen Haus und dem öffentlichen Raum vermittelt, erschlossen. Die Vorgärten sind offen, nicht eingezäunt, und sollen die nachbarschaftliche Kommunikation unterstützen. Hierfür sind partiell Bänke in den Vorgärten angeordnet, die auch die Milieubildung unterstützen sollen. Jedes Stadthaus hat seinen eigenen klar zu identifizierenden Eingang mit Vorgarten.